Wie wird der Restwert berechnet?
Ausgehend vom aktuellen Angebotspreis schreibt der Rechner den Wertverlust über den gewählten Prognosezeitraum mit einer altersabhängigen Abschreibungsrate fort: Der prozentuale Wertverlust ist in den ersten Jahren am größten und nimmt danach kontinuierlich ab.
| Fahrzeugalter | Typischer jährlicher Wertverlust |
|---|---|
| Bis 1 Jahr | ca. 22 % |
| 2 Jahre | ca. 14 % |
| 3 Jahre | ca. 11 % |
| 4–5 Jahre | ca. 8–9 % |
| 6–8 Jahre | ca. 7 % |
| ab 9 Jahre | ca. 5–6 % |
Auf diese Basiskurve wirken vier Korrekturfaktoren: ein Marken-Faktor (manche Marken verlieren langsamer an Wert als andere), ein Antriebs-Faktor (siehe unten), ein Laufleistungs-Faktor (bisherige Nutzung und geplante künftige Fahrleistung, bezogen auf den deutschen Durchschnitt von ca. 15.000 km pro Jahr) sowie ein Zustands- und Unfall-Faktor. Die vollständige Berechnungslogik ist auf der Seite Methodik beschrieben.
Welche Rolle spielt die Antriebsart?
Nach dem Fahrzeugalter ist die Antriebsart derzeit der zweitstärkste Treiber des Wertverlusts – deshalb geht sie hier als eigener Faktor ein und nicht nur indirekt über die Marke.
| Antrieb | Wertverlust gegenüber dem Durchschnitt |
|---|---|
| Elektro | deutlich schneller in den ersten Jahren |
| Plug-in-Hybrid | schneller |
| Diesel | leicht schneller |
| Benzin | Referenzwert |
| Hybrid (ohne Stecker) | leicht langsamer |
Bei Elektrofahrzeugen wirken mehrere Effekte zusammen: die schwer einschätzbare Batteriealterung als Restwertrisiko, schnelle technische Sprünge bei Reichweite und Ladeleistung sowie sinkende Neuwagenpreise, die gebrauchte Exemplare unter Druck setzen. Bei älteren E-Autos flacht die Kurve wieder ab und nähert sich dem Verbrennerniveau an – der starke Anfangsverlust ist dann bereits eingetreten. Der Rechner bildet diese Abflachung ab und schreibt ältere Elektrofahrzeuge nicht dauerhaft steiler ab.
Restwert, Zeitwert oder Wiederbeschaffungswert – was ist gemeint?
Der Begriff „Restwert" wird in drei völlig verschiedenen Zusammenhängen benutzt. Dieser Rechner deckt nur den ersten Fall ab:
- Prognostizierter Restwert: was ein Fahrzeug in einigen Jahren voraussichtlich noch wert ist. Darum geht es hier – die Frage, wie viel Wertverlust ein Kauf mit sich bringt.
- Leasing-Restwert: der im Leasingvertrag kalkulierte Wert zum Vertragsende. Er ist eine vertragliche Vereinbarung und keine Marktprognose – bei einer Restwertabrechnung entscheidet er darüber, ob am Ende eine Nachzahlung fällig wird.
- Restwert nach Unfall: der Betrag, den ein beschädigtes Fahrzeug im Ist-Zustand noch erzielt. Er wird von einem Gutachter ermittelt, meist über Angebote aus einer Restwertbörse, und ist bei der Totalschadenabrechnung entscheidend.
Davon zu unterscheiden sind zwei weitere Begriffe: Der Zeitwert ist der aktuelle Marktwert eines Fahrzeugs heute. Der Wiederbeschaffungswert ist der Betrag, den man für ein gleichwertiges Ersatzfahrzeug beim Händler zahlen müsste – er liegt in der Regel über dem Zeitwert, weil Händlermarge und Gewährleistung enthalten sind.
Ist das eine verbindliche Marktbewertung?
Nein, ausdrücklich nicht. Eine exakte Marktbewertung setzt lizenzierte Bewertungsdaten voraus (etwa von DAT oder Schwacke), auf die dieser kostenlose Rechner keinen Zugriff hat. Was hier berechnet wird, ist eine transparente Schätzung nach allgemeinen, öffentlich bekannten Abschreibungs-Faustregeln – erkennbar auch daran, dass das Ergebnis bewusst als Spanne statt als einzelne Zahl angezeigt wird. Nicht berücksichtigt werden zum Beispiel Sonderausstattung, die Anzahl der Vorbesitzer oder eine lückenlose Scheckheftpflege, die den tatsächlichen Wert zusätzlich beeinflussen können. Für eine verbindliche Bewertung – etwa für eine Versicherung oder einen Rechtsstreit – ist ein Gutachten nötig.
Was beeinflusst den Wertverlust am stärksten?
- Alter: der mit Abstand größte Faktor, besonders in den ersten drei Jahren.
- Antriebsart: aktuell der zweitstärkste Treiber, vor allem bei jungen Elektrofahrzeugen.
- Laufleistung: deutlich über- oder unterdurchschnittliche Kilometer für das Fahrzeugalter wirken sich direkt auf den Wert aus – ebenso die Frage, wie viel du künftig fährst.
- Marke: manche Marken sind für besonders stabile Wiederverkaufswerte bekannt, andere verlieren im Schnitt schneller an Wert.
- Zustand und Unfallhistorie: ein Fahrzeug mit Mängeln oder Unfallvorschaden verliert typischerweise auch künftig schneller an Wert – geringeres Käufervertrauen bei der nächsten Wiederverkaufsrunde.
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Wie wird der Restwert berechnet?
Ausgehend vom aktuellen Angebotspreis wird der Wertverlust über den gewählten Prognosezeitraum anhand einer typischen, mit dem Fahrzeugalter abnehmenden Abschreibungsrate fortgeschrieben. Marke, Antriebsart, Laufleistung, Zustand und Unfallhistorie fließen als Korrekturfaktoren ein.
Ist das eine verbindliche Marktbewertung?
Nein. Ohne lizenzierte Marktdaten wie DAT oder Schwacke ist keine exakte Bewertung möglich. Der Rechner liefert eine transparente, grobe Schätzung nach allgemeinen Abschreibungs-Faustregeln – für eine verbindliche Bewertung ist ein Gutachten nötig.
Was beeinflusst den Wertverlust eines Gebrauchtwagens am stärksten?
Die größten Faktoren sind das Fahrzeugalter (stärkster Wertverlust in den ersten Jahren), die Antriebsart, die Laufleistung im Verhältnis zum Alter, die Wertstabilität der Marke sowie Zustand und eventuelle Unfallhistorie.
Was ist der Unterschied zwischen Restwert, Zeitwert und Wiederbeschaffungswert?
Der Zeitwert ist der aktuelle Marktwert eines Fahrzeugs. Der Wiederbeschaffungswert ist der Betrag für ein gleichwertiges Ersatzfahrzeug beim Händler und liegt meist darüber. „Restwert" bezeichnet je nach Zusammenhang den prognostizierten künftigen Wert, den kalkulierten Rückgabewert im Leasingvertrag oder den verbliebenen Wert eines Unfallfahrzeugs.
Verlieren Elektroautos schneller an Wert als Verbrenner?
In den ersten Jahren typischerweise ja – wegen Batteriealterung, schneller technischer Weiterentwicklung und sinkender Neuwagenpreise. Bei älteren Elektrofahrzeugen gleicht sich die Kurve dem Verbrennerniveau wieder an.
Wie viel Wertverlust kostet mich ein Auto pro Monat?
Bei jüngeren Fahrzeugen ist der Wertverlust meist der größte einzelne Kostenblock – oft höher als Kraftstoff, Versicherung und Wartung zusammen. Der Rechner weist ihn deshalb zusätzlich als Betrag pro Monat aus, damit er sich mit den übrigen laufenden Kosten vergleichen lässt.